Die Link-Kultur lebt. Sie wohnt nur woanders.

Januar 25th, 2010 Comments »

Blogparade Linkkultur

Bitte verlinken Sie diesen Beitrag in ihrem Blog.

Wer seine Follower auf Twitter so nett darum bittet ist @Offenbacher und in dem Beitrag geht es um die Linkkultur unter Bloggern im Rahmen der Blogparade “Link-Kultur”

Die Link-Kultur nimmt also ab. Soso. Das ist mir echt neu, denn gefühlsmäßig hat die Verlinkung in letzter Zeit extrem zugenommen. Früher war ich froh, wenn hin und wieder ein Artikel von mir irgendwo aufgeschnappt wurde. Mit viel, viel Glück war hin und wieder ein größerer Blog als meiner unter den Verlinkenden.

Jetzt hat jeder Beitrag von mir einen netten Button, der zum Weiterleiten, Weiterzwitschern, Weiterverteilen einlädt. Und der wird auch genutzt. Ok, ist jetzt zwar kein Link in der Blogroll, aber Gegenfrage: who cares? Ich stehe genauso gerne als Linkempfehlung auf einer Facebookseite, da bin ich nicht wählerisch.

Ach so, der thematische Bezug, die inhaltliche Aufarbeitung fehlen. Möglicherweise, aber wenn es nötig erscheint dann wird es ohnehin noch gemacht (siehe den vorigen Beitrag über das Wlan-Gerät…) und ehrlich: bei manchen Einträgen reicht ein “hab ich gefunden, ist vielleicht für euch interessant, hier:” ohnehin.

Ich selbst behandle das pragmatisch:

  • was Stoff für einen eigenen Artikel hergibt, der sich nicht auf “hab ich gefunden” beschränkt: wird verlinkt und kommentiert und selbstverständlich getrackbackt.
  • was immer wieder Stoff für eigene Artikel und Gedanken hergibt oder sonst einfach total lässig ist: kommt in die Blogroll
  • was ich super finde, was aber in keinen meiner Blogs passt: wird kommentiert und retweetet.
  • was ich beim lesen eines meiner über 100 abonnierten Blogs mit rund 700 Artikel pro Tag finde, was aber nur einen meiner Freunde interessiert: wird per Mail als Link verschickt.

Früher konnte gezielt weiterverbreiten, wer selbst gebloggt hat. Heute reicht ein Twitter/Facebook/Google Reader Account, um voll im Weiterverbreitungsprozess integriert zu sein. Meine in Schweden lebende (Halb)Schwester teilt “geeky topics” mit mir und vielen anderen via Google Reader Share, versehen mit netten Kommentaren. Mit rund 200 Leuten bin ich auf Twitter gut vernetzt, da wird weiterempfohlen, retweetet und verlinkt was die Leitung hergibt.

Als Nicht-A-List-Bloggerin begrüße ich die Entwicklung. Möglicherweise würde ich anders denken, wenn ich zb. Techcrunch wäre. Ein A-List-Techblog, immer wieder überall zitiert, jetzt vermehrt retweetet statt kommentiert, muss doch traurig sein… Ich habe kurz auf Twitter nachgeschaut: 1.3 Mio. Follower. Ich glaube, ich würde doch nicht anders denken und auch nicht sehr traurig sein.

Ja, es wird weniger direkt in Blogs verlinkt. Nein, das ist nicht traurig. Weil: die Verlinkung verlagert sich und nimmt zu. Und auch die kleinen Blogs kommen dran, nicht nur die ohnehin vernetzten. Gut also.

Und jetzt: diesen Artikel verteilen, verlinken, kommentieren – ganz nach eurer Wahl.

Jetzt, am Tag nachdem mein Blog/Podcast nicht zum GreenTech-Produktetest zugelassen wurde, weil ich ZUWENIG Backlinks habe (Podcasthörer zählen scheinbar nicht) muss ich den Beitrag relativieren: solange nicht auch Facebook- und Twittermentions relevant für die Beurteilung eines Blogs sind ist die Verlinkung doch wichtiger als es auf den ersten Blick erscheint.

Update: hier sind die anderen Artikeln zur Linkkultur!
Hannes Offenbacher: Bitte verlinken sie diesen Beitrag in ihrem Blog
Kurt Schwab: Linkkultur
Dominik Leitner: Zeig mir deine Links, und ich sag dir…
Heinz Peter Wallner: Ist Bloggen eine Kunst? Ein Beitrag zur Linkkultur
Frank Hübner: Moderne Linkkultur
Wolfgang Tonninger: Lasst uns nicht allein!
Martin Prechelmacher: To link or not to link…
Daniel Imrich: Ein paar Gedanken zum Thema Links
Marcus Ambrosch: Qualität & Wertschätzung virtueller Wissensarbeit
Robert Lender: Blog Parade Linkkultur
Richard Haderer: Brauchst du Link?
Winfried Huber: Links, Zwo, Drei, Vier
Walter Krivanek: Link-Kultur
Anabella Lamprecht: Von einer Link Kultur zu Datawell
Andreas Lindinger: Frage zum Sonntag: Worunter leidet die Linkkultur in (grünen) Politikblogs?
Teresa Hammerl: freedom of opinion
Martin Sauer: Rettet die Trackbacks!
Ilda Osmancevic: Die Ära der Linkkulturbanausen?
Meral Akin-Hecke: Blogtail & Blogparade zur Linkkultur
Michaela Ambos: Das langsame Verschwinden der Verlinkungen
Armin Soyka: Mit 100.000 Klicks jemand werden
Stefan Mey: Where have all the Bloggers gone?
Manuel Gruber: Ey Mann, wo sind die Links?

Klingt nett, aber unglaubwürdig: Gerät, das über Wlan Kleingeräte lädt.

Januar 15th, 2010 Comments »

Im ersten Moment klingt es ja recht vielversprechend:

Auf der CES (Consumer Electronics Show) wurde ein Gerät vorgestellt, dass über die Wlan-Wellen ein Gerät auflädt, mit dem man wiederum andere Geräte laden kann. Damit werden angeblich die ohnehin reichlich vorhandenen Energieströme genutzt, die unsere Wlan-Router so abgeben.

Ich bin allerdings ganz schön misstrauisch: wenn mein Router so viel Energie abgibt, dass ich damit ein Handy effizient laden kann dann stimmt irgendwas mit meinem Router nicht, oder? Ich meine, den sollte man dann zuerst energieeffizienter machen. Ich bin nicht extrem gut in Physik und in Mathe auch nicht viel besser, aber für mich klingt das Ganze extrem nach Greenwashing bzw. Hokus-Pokus. Dabei habe ich noch gar nicht angefangen, über die Produktions(umwelt)kosten (bzw. die Umweltbelastung durch noch einen Akku, der in dem Gerät verbaut wird) nachzudenken.

Wenn ein Physiker/Mathematiker/Techniker unter euch vielleicht kurz kommentieren könnte, ob mich mein Bauchgefühl da im Stich lässt oder ob das echt Humbug ist – das wäre toll.

Wie das genau funktionieren soll ist auf macnotes.de nachzulesen, ich bleibe jedenfalls misstrauisch bis mir jemand das Gegenteil vorrechnet: Gadget-Akkus aufladen: Energiequellen der Zukunft

Update: in den Kommentaren von Ohgizmo wurde es tatsächlich ausgerechnet: 3,5 Jahre braucht man zum Laden eines Blackberrys. Naja, wenn man sehr, sehr, sehr selten telefoniert…

Neues Jahr, neue Vorsätze

Januar 11th, 2010 Comments »

Viele liebe HörerInnen fragen mich auf Twitter oder per Mail, wann es wieder ein Podcastfolge geben wird.

Die Antwort ist nicht so einfach. Nicht, weil ich die Lust verloren habe, aber die Pause hat gleich mehrere Gründe:

Mein liebes Macbook ist Mitte Dezember kaputt geworden, ich habe also kein Gerät zum Podcasten. Dieses Problem sollte in Kürze behoben sein, irgendwann muss es ja aus der Reparatur auch wieder zurück kommen. Repariert. Es ist schon zurückgekommen, aber war noch immer kaputt (nein, diese Unterhaltung mit dem Herrn im Mac-Shop wollt ihr nicht gehört haben…)

Dann habe ich jetzt seit Jänner einen neuen Job. Ich bin in der create-mediadesign GmbH und berate Kunden bezüglich ihrer Social Media Strategie. Eine meiner ersten Taten war der Firmenblog, hier zu bewundern (und zu kommentieren *Hinweis* :-) )

Aber zurück zur Frage. Ich will natürlich weiterhin podcasten, keine Frage. Ich habe mir angeschaut, welche Themen für euch ganz besonders spannend waren – sprich, welche Themen die meisten Downloads hatten. Verblüffendes Ergebnis, zumindest für mich: alles, was irgendwie mit Technik zu tun hatte (PC, drucken, Links) hatte mehr als DOPPELT so viele Downloads wie die anderen Folgen. “Grüner drucken” z.b. hatte knapp 900 Downloads während ich normalerweise bei 400 bis 500 Downloads liege.

Das ist für mich ein klares Signal. Entweder liegt es daran, dass mir selbst die technischen Dinge besser liegen oder daran, dass das Thema “Podcast” vor allem bei Technikbegeisterten bekannt ist – wie auch immer, euer Wunsch ist mir Befehl.

Ab jetzt wird naturklug vermehrt auf Technik ausgerichtet werden. Naturkluge Technik, nach wie vor. Zuvor gibt es aber noch eine Folge über Kosmetik, die habe ich erstens der Daniela versprochen und zweitens schon geschrieben.

Ab dann geht es los mit Technikthemen…

Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder mein Macbook verwenden kann, bis dahin halte ich euch hier im Blog oder auf Twitter am Laufenden.

Ah ja – über Kommentare, was ihr von der Idee haltet freue ich mich natürlich auch!

Na geh…

November 13th, 2009 Comments »

Jetzt wollte ich für euch extra kurz etwas aufnehmen, damit ihr wisst, warum nichts Neues kommt. Ich hätte so zwei, drei erklärende Sätze ins Mikro gekrächzt und ihr hättet euch ausgekannt. Und was ist? Nix. Ich schaffe es nicht einmal, 2 hustenfreie Sätze rauszubekommen…

Es könnte nicht blöder kommen: ich habe auf meinem Schreibtisch zwei Auftragsarbeiten warten, soll nächste Woche 3 Interviews führen und nebenbei habe ich die Manuskripte für mittlerweile 3 Folgen “naturklug” herumliegen. Optimaler Zeitpunkt für eine veritable Erkältung samt Husten, Heiserkeit und Fieber. Ganz toll.

Wenn ihr mich bemitleiden wollt: das könnte ich derzeit echt gut brauchen. Mein Selbstmitleid habe ich heute in Hustentee mit Thymian-Wipferlsirup aus eigenem Anbau ertränkt, kurz nachdem klar war, dass ich nicht zum Radiokolleg-Diskussionsabend gehen kann.

Es versteht sich von selbst, dass an solch einem Tag auch sämtliche Geräte ihren Dienst verweigern. Der Diskussionsabend hatte einen Livestream, den ich weder am Mac noch am Linuxnetbook noch am iPhone zum Laufen gebracht habe. Obwohl alle drei Geräte normalerweise mit Livestreams kein Problem haben. Eh klar.