Badekugeln, prickelnd, duftend und selbstgemacht.

Ok, der Sommer kommt scheinbar nicht. Deshalb habe ich euch zum Trost ein Rezept aus meinem Bastelrezeptbuch rausgesucht…

Ihr braucht dafür:

  • 1 1/2 Tassen Backsoda/Natron
  • 1/2 Tasse Zitronensäure

  • 2 TL gutes Öl (Mandelöl oder Distelöl, aber jedes Pflanzenöl geht)

  • 1/2 TL Wasser

  • Wenn man will: ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe

  • Ein paar Tropfen ätherisches Öl (Lavendel zur Beruhigung/Entspannung, Zitrone zum Erfrischen,…)

Zuerst alle trockenen Zutaten gut mischen, dann das Öl langsam reintröpfeln, dabei gut weiterrühren bis die Mischung feucht ist. Dann das ätherische Öl einfügen und weiterrühren, bis alles gut gemischt ist. Falls die Mischung zu sehr bröselt einfach ein bisschen mehr Öl oder Wasser dazu geben.

Jetzt kann man entweder Kugeln daraus rollen oder mit einer eingeölten Form andere Figuren probieren. Ich mag die Kugeln am liebsten, aber ich könnte mir z.b. auch vorstellen, dass Silikon-Eiswürfelformen hübsche Badesterne/herzen/wasauchimmer ergeben.

Jetzt heißt es geduldig sein, denn die fertigen Kugeln müssen mindestens eine Woche trocknen.

Manchmal fehlen die Worte.

Da sich die Schätzung der Menge des ausfließenden Öls alle paar Tage ändert kann man hier “nachjustieren”

Ich überlege mir schon seit Tagen einen Artikel über die Katastrophe, die sich gerade im Golf von Mexiko abspielt.

Von einem Umweltschutzpodcast und -blog würde man sich doch in so einer Situation Informationen und Einschätzungen erwarten, oder?

Außerdem: ich lese ständig darüber, lasse mir Press Releases aufs iPhone schicken, sehe mir am Abend die News des Tages im Internet an.
Es ist also nicht so, dass ich nicht gut informiert wäre. Aber ich kann darüber nicht schreiben. Die Katastrophe ist zu groß, zu unfassbar, zu vielschichtig.

Was soll ich schreiben?

  • Dass nach heutigen Schätzungen unglaubliche 2,5 Mio. gal – das entspricht 9,46 Mio. l – Rohöl pro Tag in den Ozean fließen?
  • Dass Dispergatoren, also Chemikalien, die das Öl im Wasser verteilen und von der Wasseroberfläche wegbringen – konkret Corexit - eingesetzt werden, deren Einsatz unvorhersehbare Folgen auf das Ökosystem im Meer hat? Immerhin ist es das erste Mal, dass diese Mittel so tief unter Wasser verteilt werden.
  • Dass Stimmen von Umweltschützern laut werden, die dafür stimmen, die komplett mit Öl verschmierten Tiere zu töten, weil die Überlebenschance nur bei 1 % liegt und die Tiere extremen Qualen ausgesetzt sind?

Egal was ich schreibe, es wird morgen ohnehin von noch katastrophaleren Nachrichten abgelöst werden. Wissenschafter diskutieren, Firmen bestreiten, Politiker taktieren.
Sprachlosigkeit zeugt immerhin von ausreichendem Respekt vor der Größe der Sache.

News, Twitter- und Facebookmeldungen, Videos  zum Thema, zusammengesammelt auf einer Seite (englisch)

Zeit-Thema Ölpest im Golf von Mexiko laufend neue Artikeln der „Zeit-Online“

Wem es an Vorstellungskraft mangelt, wie groß der Ölteppich ist dem sei folgende Seite empfohlen, auf der man den Ölteppich virtuell über seine Heimatstadt legen kann:
If It Was My Home – Visualizing the BP Oil Spill

Garten – aber wild.

Unser Rasen ist eine Wiese. Die schönsten Blumenbeete in meinem Garten sind meine Unkrautsammlungen. Das Einzige mit Struktur und Plan ist mein Gemüsegarten. Ich liebe meinen Garten.

Fußball spielen ist schön. Fußbälle nähen weniger.

Wenn schon alle über das Thema Fußball reden hänge ich mich auch gleich dran, allerdings geht es mir um einen Aspekt, der weniger beachtet wird. Woher kommen die Fußbälle und wer näht sie unter welchen Bedingungen?

Ausgangspunkt für meinen Artikel war – wie so oft – ein Artikel, den ich bei Südwind gelesen habe.

Zunächst die Fakten: in WM-Jahren werden ca. 40 Millionen Fußbälle produziert. Davon sind nur rund 5 % Markenfußbälle – bei denen es sich die verkaufenden Firmen nicht leisten können, mit schlechten Arbeitsbedingungen oder Kinderarbeit in Verbindung gebracht zu werden.

Das weitaus größere Problem sind die Werbefußbälle und die No-Name-Angebote, die mit 95 % den Großteil der Fußballproduktion ausmachen.

Die Praxis sieht da so aus: in Fabriken werden die Lederteile gestanzt und lackiert – ohne Schutzvorrichtung, ohne Atemschutz für die LackarbeiterIn. Die gestanzten Waben werden von Unterhändlern in Dörfer gebracht und dort in Heimarbeit vergeben. Pro fertigem Ball bekommt der/die ArbeiterIn 5 bis maximal 30 Cent, mehr als 4, maximal Bälle schafft eine einzelne Person nicht. Wenn der Unterhändler am Abend dann 10 oder 15 Bälle von einer Familie abholt wird nicht gefragt, wer das genäht hat. Handgenäht, eh klar. Wer schon einmal genäht hat (oder auch nur versucht hat, eine Nadel durch ein Stück Leder zu stecken) weiß, dass das richtig schwer geht.

Was kann man dagegen tun? Wie so oft – fair kaufen. Fußbälle mit Fair Trade Logo kaufen, keine Billigfußbälle schnell einmal beim Einkauf mitnehmen, Markenartikel bevorzugen. Ehrlich – wie oft im Leben kauft man sich einen Lederfußball? Eben. Da sollte es dann egal sein, ob er ein paar Euro mehr oder weniger kostet…

Die Südwind-Agentur hat einen Artikel über das Thema “Fußballproduktion – Arbeitsrechte im Abseits” geschrieben, in dem die hier genannten Probleme noch viel gründlicher bearbeitet wurden. Leseempfehlung für Fußballfans!

Hilf mir bitte.

Nein, mein Hund braucht nichts. Aber diesen Bettelblick muss man doch ausnutzen, wenn man seine Hörer/Leser motivieren will, oder?


Denn: ich brauche Deine Hilfe, lieber Blogleser/liebe Blogleserin. Wenn Du das liest bist Du vermutlich einer von rund 700 Abonnenten von “naturklug” – entweder des Podcasts oder des Blogs. Oder jemand, der zum ersten Mal reinliest (in diesem Fall noch ein herzliches Willkommen)
Wie auch immer, Du bist derjenige, für den ich das hier mache. Deshalb brauch ich Deine Hilfe in Form einer Antwort.

Ich versuche seit rund drei Monaten eine Entscheidung zu treffen, wie es hier weiter gehen soll. Ich habe sehr oft Lust, etwas zu schreiben das nicht unmittelbar mit Umweltschutzthemen zu tun hat. Dafür mit Gadgets, Social Media, Veranstaltungen, meinen Eindrücken und Beobachtungen.
Ich habe mich damit zurückgehalten, mit dem Ergebnis, dass mir der Rest auch keinen Spass mehr gemacht hat. Früher habe ich zumindest 2x monatlich naturklug gepodcastet und jetzt kann ich mich gar nicht dazu aufraffen. Themen gäbe es dabei genügend…

Was meinst Du? Wäre es für Dich ok, wenn hier abgesehen von naturklug-Themen auch anderes stehen würde? Über das Barcamp, das ich letzte Woche besucht habe, über eine Diskussion, die mir zusehens auf die Nerven geht, über iPad/iPhone/Kindle und die “Glaubenskämpfe” drumherum?

Wie schaut es aus, würde Dich das interessieren oder geht es Dir hier vor allem um Umweltschutztipps?

Falls rauskommt, dass ich Umweltschutz und alles andere nicht mischen soll werde ich eine Lösung suchen, die mir beides erlaubt (evtl. in Form einer neuen Seite) Halte Dich also nicht mit Deiner Meinung zurück, die Kommentare sind hiermit feierlich eröffnet: